Die Schweiz braucht mehr Elektroroller

Das Fahrgefühl ist unvergleichlich, sie stinken nicht, verursachen keinen Lärm, haben eine tolle Ökobilanz und kosten etwa gleich viel wie Benziner. Wer zum ersten Mal einen E-Scooter gefahren ist, wird sich fragen, warum sie auf Schweizer Strassen so selten anzutreffen sind. Die Schweiz, ein E-Scooter-Entwicklungsland mit Potenzial. 

Jährlich werden über 40'000 Motorräder und Roller immatrikuliert in der Schweiz. Knapp 740'000 sind inzwischen im Einsatz. Nur etwa 2% der im 2018 verkauften Motorräder/Scooter haben einen elektrischen Antrieb (immerhin einer von 25 bei den Rollern). Da besteht gewaltiger Nachholbedarf. Warum?

Mehr Fahrspass
Dahingleiten, statt rumknattern, permanent hohes Drehmoment und technische Features, die kein Benzin-Roller bieten kann: Wer einmal einen E-Roller gefahren ist, wird in seinen Bann gezogen. Das freundliche Grinsen der Leute, deren Weg du kreuzt, tun ihr Übriges. 

Keine Abgase / hervorragende Ökobilanz
Um es vorwegzunehmen: Ja, Muskelkraft und E-Bikes sind noch ökologischer. Die von MOBILIZE angebotenen NIU E-Scooter verbrauchen mit 3 - 3.5 kWh pro 100 km rund 1/7 der Energie eines Elektro-Kleinwagens und verursachen mit dem normalen Schweizer Strommix nur etwa 4% an CO2 im Vergleich zu einem sparsamen Auto mit Benzin oder Diesel, respektive 8% eines Benzin-Rollers. Apropos Benzin-Roller: Herkömmliche Roller mit kleinem Hubraum besitzen oft einen klassischen Zweitaktmotor, der mit einem Benzin-Öl-Gemisch betrieben wird und bis das 100-fache an Schadstoffen ausstösst im Vergleich zu einem Auto!

Kein Lärm
Geräusche entstehen nur durch den Roll- und Luftwiderstand. Das Säuseln ist nicht nur für den Fahrer oder die Fahrerin eine Wohltat, sondern vor allem für die lärmgeplagte Umwelt. 

Weniger Wartungs- und Betriebsaufwand
Durch den Wegfall von Verbrennungsmotor, Kupplung, Getriebe und Auspuff sind weniger Verschleissteile vorhanden. Der Elektromotor ist wartungsfrei. Durch die Energierückgewinnung beim Bremsen werden die Bremsscheiben geschont und halten länger. Während ein vergleichbarer Benziner bei 3 Liter Verbrauch etwa CHF 5.- pro 100 km versäuft, fallen beim E-Roller bei 3 kWh nur ca. 50 Rappen Stromkosten an. Kommt hinzu, dass Kosten für Versicherung und Steuern tendenziell tiefer sind. Der etwas höhere Anschaffungspreis eines E-Rollers fällt also nicht allzu lange ins Gewicht. 

Überall laden
Eine herkömmliche Steckdose reicht. Die Fahrt zur Tankstelle kannst Du Dir sparen.

Schneller von A nach B
Du hast noch gar keinen Roller oder Motorrad, sondern bist mit Auto oder ÖV unterwegs? Speziell in der Stadt und Agglo bist Du einfach viel schneller unterwegs. Ohne Parkplatz-Ärger von Tür zu Tür - und zwar auch auf Wegen, wo Du mit einem Treibstoff-Roller der bösen Blicke wegen bereits abgestiegen wärst.

Es ist Zeit, um ein paar Dinge anzustossen. Der vergleichsweise saubere Schweizer Strommix schreit förmlich nach E-Mobilität. Und ein E-Roller ist der perfekte Einstieg.